Spannender, informativer und persönlicher Vortrag

Am 30.11. las die afrodeutsche Jounalistin Mo Asumang aus ihrem Buch „Mo und die Arier“. Sie beschreibt hier, wie sie, ausgelöst durch rassistische Anfeindungen, ihren Weg suchte, mit diesen Anfeindungen umzugehen, die Angst nicht gewinnen zu lassen, die Rassisten vielleicht sogar zum Nachdenken zu bewegen. Manchmal merke man den Rassisten sogar an, dass sie (wenn man ihnen einzeln begegnet) selbst Angst vor der Konfrontation haben oder im direkten Gespräch von Mensch zu Mensch ihr Rassismus plötzlich gar nicht mehr so wichtig sei (zumindestens wenn sie mal nicht von ihrer Peer-Group beobachtet werden). So stellt Asumang dar, das es nicht sinnvoll oder zielführend sei, mit Rassisten oder Extremisten in einen Streit über Inhalte einzutreten, weil diese oft gar nicht diskutieren wollen oder mangels Argumenten auch nicht können. Besser sei es, dem Gegenüber mit Fragen zu begegnen, die dessen Ansichten von anderen Seiten beleuchteteten. Neue Perspektiven zu eröffnen könne diesen Leuten helfen, ihre eigenen Ansichten zu hinterfragen. Das Erstarken bzw. stärkere öffentliche Auftreten von Rassismus und Rechtsextremismus könne man durchaus als besorgniserregend empfinden, aber wichtig sie vor allem die Gewissheit, dass die Mehrheit eben keine Rassisten sind, und dass jede und jeder immer wieder, auch mit ganz kleinen Schritten, dabei helfen könne dass es so bleibe – könnte als Fazit der Lesung bestehen.