Projektübersicht

2017

Projekte, die mit Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert wurden:

 

„Straße der Demokratie“

Ein Rodenbacher Künstler hat ein Logo für die Partnerschaft für Demokratie in Erlensee und Rodenbach erstellt. Dieses Motiv soll auf T-Shirts, Buttons, Aufklebern gedruckt und in den Rathäusern sowie bei Veranstaltungen verkauft werden, um am Ende von den Erlösen ein größeres Schild mit dem Logo zu erstellen, das an der Verbindungsstraße zwischen Erlensee und Rodenbach aufgestellt werden soll. Bürger können dann weitere eigene Motive zum Thema erstellen, die im Wechsel an diesem Schild angebracht werden. In einer Demokratie- und Kunstwerkstatt werden die Entwürfe gesichtet und über die Verwendung entschieden.
Update: Bisher wurden T-Shirts und Stofftragetaschen, Bierdeckel und Handycleaner gefertigt. Materialien können bei uns angefordert werden unter demokratie.leben@rodenbach.de.

 

Computernest in der Stadtbücherei Erlensee

Für die Stadtbücherei Erlensee wurden 4 gebrauchte Computer angeschafft. Jeweils montags von 15—17 Uhr, donnerstags von 16-19 Uhr und freitags von 14-17 Uhr helfen Jugendliche interessierten Bürgern dort, den Umgang mit dem Computer zu erlernen. Die Jugendlichen sprechen deutsch, englisch, türkisch, somalisch, persisch und dari. Sie helfen bei den alltäglichen Problemen des Computerarbeitens und achten besonders auf Kosten- und Mobbingfallen, Kettenbriefe, Sicherheitseinstellungen u.v.m.

 

Theater „Verkehrte Welt“

An mehreren Terminen und verschiedenen Orten (Bürgerhaus Erlensee, Bürgerhalle Rodenbach, MKK-Forum, Berufsschule sowie alte Synagoge Gelnhausen und auch vor Bundestagsabgeordneten in Berlin) führten Kinder und Jugendliche ein Theaterstück „Verkehrte Welt“  auf. Die Familien der Akteure haben allesamt einen Flüchtlingshintergrund, den die 10-22-Jährigen in ihrem Theaterstück aufarbeiten. Die Kinder und Jugendlichen spielen dabei deutsche Familien, die – ohne es zu wollen – durch ihre Teilnahmslosigkeit und ihr Desinteresse an politischer Mitbestimmung einen Machtwechsel herbeigeführt haben. Nun sind es vielleicht sogar Deutsche, die auf Grund der Machtergreifung durch die DEP (Deutsche Ekelpartei) so unter Druck geraten, dass sie ins Ausland fliehen müssen…
Ein bewegendes Stück, authentisch dargebracht, sehenswert. Möglicherweise gibt es in 2018 weitere Aufführungen.

 

Theaterworkshop „Vielfalt der Lebensformen“ in Erlensee

Am Sonntag, den 19.11. wurde von 14-18 Uhr in der Fallbachhalle in Erlensee ein Theaterworkshop „Vielfalt der Lebensformen“ angeboten. Dieses Projekt wurde von Jugendlichen angeregt, die eine Projektgruppe „Homophobie in der deutschen Gesellschaft und in Flüchtlingscommunities“ gegründet haben. Die Projektgruppe will kreative Handlungsstrategien zur Bearbeitung der Thematik „Vielfalt der deutschen Gesellschaft – Vielfalt in den Lebensformen“ entfalten. In dem Theaterworkshop werden spielerisch die Stereotypen der Geschlechterrollen aufbereitet und Mechanismen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit betrachtet.

 

Fahrradwerkstatt Erlensee und Rodenbach

Durch die Fahrradwerkstätten wird die Fahrt zu den Veranstaltungen und den alltäglich notwendigen Wegstrecken sichergesellt. Montags von 14-16 Uhr und mittwochs von 10-12 Uhr wird neben dem Strandbad in Niederrodenbach eine Fahrradwerkstatt angeboten. In Erlensee bietet Udo Speiser eine Fahradwerkstatt in den Räumen von Büchner Bike an. In Rodenbach können so einfache Reparaturen durchgeführt werden, in Erlensee auch kompliziertere Reparaturen. Räder können vor Ort repariert werden und Bedürftige können sich ggf. gebrauchte Räder ausgeben lassen bzw. selbst aufbereiten zum eigenen Gebrauch. Die Veranstaltungen sind kostenlos und alle Interessenten sind herzlich eingeladen sich in die Partnerschaften für Demokratie“ aktiv einzubinden. Bei Rückfragen wende man sich bitte an die Koordinatoren der Fach- und Koordinierungstelle,
Achim Kreis (0176/43779496) oder Anita Losch (0172/6914205).

 

Gewaltfreie Erziehung und Traumaerfahrungen im Fokus
Fachtag für Erzieher*innen

In den kommunalen Einrichtungen erscheinen zunehmend Kinder, die durch Erfahrungen von Gewalt geprägt sind. Zum zielgerichteten Umgang mit den Erfahrungswelten der Kinder wurde ein Fachtag aller Rodenbacher Kindertagesstätten durchgeführt. Dies soll dazu beitragen, die Schwierigkeiten der Kinder einzuordnen und zu verstehen wie sich Gewalterfarhungen und Traumatisierungen auf die Betreuungssituationen in den Kindertagesstätten auswirken können.

In Kleingruppenarbeiten konnten die Teilnehmerinnen verschiedene Themenschwerpunkte (wie z.B. Traumaprozesse, Zusammenarbeit mit Eltern, Auswirkungen und Folgen) intensiver erörtern.

Heike Karau und Jacob Bausum beleuchteten viele Aspekte im Umgang mit Traumaerfahrungen und Gewalt. Mit den fachkundigen Hinweisen des Zentrum für Traumapädagogik Hanau konnte den Leiterinnen und Erzieherinnen der Rodenbacher Kindertagesstätten vermittelt werden wie die Kinder im Alltagsgeschehen einer Kindertagesstätte aufgefangen werden können. Gewalterfahrungen können das Gemeinwesen auf Dauer schwer belasten und sollten daher so früh wie möglich erkannt und zur Sprache gebracht werden, und wenn möglich sollte nach den Ursachen geforscht werden.

 

Talent- und Reparaturbörse Rodenbach

Manchmal gehen gut gebrauchte Dinge kaputt, die man nicht gerne in den Müll werfen möchte. In der Talent- und Reparaturbörse gibt es Werkzeug, Material und ehrenamtliche Helfer, mit denen gemeinsam Sachen repariert werden können – und nebenbei kommt man miteinander ins Gespräch. Am Samstag, 7.10.2017 fand von 14-17 Uhr ein Aktionstag statt mit Reparaturbörse, das Café hatte geöffnet und internationale Kleinigkeiten werden gereicht, das Internetcafe war ebenfalls ab 14 Uhr geöffnet und ab 15 Uhr gab es dort einen Vortrag von Roman Schefold: „cool und fair im internet / wie sicher sind meine Daten?“.

 

Familientreff Ringerclub

Sonntags treffen sich Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen (Flüchtlinge, Migranten wie auch Deutsche) mit der ganzen Familie, um sich zu begegnen, einander gegenseitig Hilfe zu leisten und sich gemeinsam zu bewegen. Jede/r kann jede/m etwas Anderes beibringen… und so lernen alle, auch die Kinder, den Umgang miteinander und alle profitieren von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer.

 

Jugendprojekt Rodenbach (Sprayer)

Jugendliche erstellen auf einem von der Gemeinde Rodenbach zur Verfügung gestellten Gebäude („Stromhäuschen“) ein Spray-Kunstwerk. Die Gruppe erarbeitet gemeinsam eine Vorlage, die den Themenbereich „Demokratie leben!“ einbezieht.

 

Interkulturelles Computernest II

Ab 4.10. im evangelischen Gemeindezentrum. Außerdem in den Herbstferien 4x Internetcafe für Schulkinder und 2 Tage Internetcafe für Erwachsene in der Kita an der Gende. In der Computerstation lernen Kinder und Eltern einen demokratischen Umgang mit dem Computer, dem Internet und sozialen Medien.

Jugendpark Erlensee

Jugendliche bauen mit und für Jugendliche einen Jugend-Eventpark (Dirtbike). Es entstehen Parcours mit 4 Schwierigkeitsstufen. In den Treffen Donnerstags werden die Nutzungsregeln und Sicherheitsanforderungen auf den Weg gebracht und gut sichtbar aufgestellt, die Teilnehmer werden dann darüber belehrt. Helfer und Teilnehmer können jederzeit dazu kommen.

 

Internationaler Kochkurs

Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern kommen zum gemeinsamen Kochen zusammen. Unter Anleitung erfahrener Kursleiter*innen und bei Bedarf mit Übersetzungshilfen sollen die Teilnehmer*innen zusammengeführt werden. Die Projektförderung betrifft die Anleitung und Übersetzung und ggf. Raumkosten, die Zutaten müssen selbst nanziert werden, Kostenbeitrag 10,- Euro pro Teilnehmer*in.

 

Zivilgesellschaft lädt ein

Das Projekt bringt Neubürger*innen zusammen mit Vereinen und sozialen Initiativen in Erlensee. Dazu gibt es Elternabende, Schnupperangebote sowie den Tag der Vereine am 12.11.17 in der Fallbachhalle.

 

Alle haben Platz auf dem Römerspielplatz

Am 12.10.von 15-18 Uhr sind Kinder und ihre Eltern auf dem Römerspielplatz eingeladen- Wir bieten Ihnen ein offenes Ohr für Ihre Anliegen, Anregungen und vor allen Dingen auch Ihre Kritik. Sagen Sie uns auch, was Sie am Besuch hindert, was benötigt der Römerspielplatz? Was benötigen Sie? Das höchste Gut eines Menschen ist die Zeit. Wir stellen Ihnen unsere Zeit gerne zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Ideen. Ein toller Nachmittag auf einem vollen Römerspielplatz…

 

Lesung: Mo Asumang

Die Journalistin Mo Asumang beschreibt in ihrem Buch „Mo und die Arier“ ein Experiment, das sie selbst durchgeführt hat. Mutig und entschlossen sucht sie das Gespräch und die offene Konfrontation mit rechten Hasspredigern, auf Neonazi-Versammlungen, sie setzt sich mit Menschen auseinander und geht auf diese zu, die extremistische, rassistische, offen fremdenfeindliche Meinungen äußern oder verbreiten. Sie entlarvt diese Menschen und zwingt sie durch kritisches Nachfragen zum Nachdenken über ihre Positionen. In der Lesung stellt sie ihr Buch vor und bietet danach die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Erfahrungen zu diskutieren.

 

Vortrag: Thomas Feibel

Brauchen Neue Medien neue Erziehungsmethoden? In seinem Vortrag setzt sich der Medienexperte Thomas Feibel mit dem Medienkonsum der Kinder und dem Erziehungsalltag der Eltern auseinander. Der Vortrag richtet sich an Eltern, die sich über den „richtigen“ und sicheren Umgang ihrer Kinder mit den elektronischen Medien informieren wollen. „Gutes“ und „Böses“ im Internet zu unterscheiden, hate speech als solche erkennen.

 

English conversation: Do’s and don’ts in our culture and the world

Jeden Freitag treffen sich Jugendliche zwischen und 14 und 18 Jahren in den Räumen des Jugendtreffs „Cassio“ im Bürgerhaus, um miteinander im Gespräch ihre Englischkenntnisse zu vertiefen.

Wie ist es in anderen Ländern? Was bedeutet unser demokratisches Weltbild für uns – wie sehen uns vielleicht andere? Wie ist denn das mit den Artikeln aus dem Grundgesetz – welche Erfahrungen machen wir mit Gleichheit, Trennung von Kirche und Staat, etc.? Anhand verschiedener Texte entstehen viele Themen und Diskussionen, die auf Englisch geführt werden und dabei ein durchaus hohes sprachliches Niveau erreichen. Jenseits von Schule und Notendruck haben alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen viel Spaß dabei, sich einfach einmal in der fremden Sprache auszuprobieren. Dabei werden sie von Frau Ruth begleitet und unterstützt, der es als Englischlehrerin gelang, alle für die englische Sprache zu begeistern.

Als Jahresabschluss und kulturellem Höhepunkt des Projektes konnten die Teilnehmer noch vor Weihnachten eine Aufführung im English Theatre in Frankfurt besuchen. Bürgermeister Klaus Schejna überreichte hierfür die Theaterkarten und lobte die engagierten Teilnehmerinnen, die sich außerhalb der Schule in diesem Projekt engagieren und betonte, wie wichtig es für das gegenseitige Verständnis ist, immer wieder die Perspektiven zu wechseln, sich mit anderen Lebensweisen zu beschäftigen und auch einmal „über den eigenen Tellerrand zu schauen“ – im Englischen: „to think outside the box“.

 

Flashmob „Wir sind Erlensee“

Die Ausdrucksform „Tanz“ ist non-verbal und interkulturell / international verständlich. Tanzen bietet die Chance, sich unmittelbar als Teil einer Gemeinschaft zu empfinden, unabhängig von Sprache. Die Aktionsform eignet sich besonders, um viele Menschen zu erreichen und das System Schule zu öffnen. Bürgerinnen und Bürger aus Erlensee sollen sich bei aller Verschiedenheit als Gemeinschaft wahrnehmen können. Engagierte Bürger aus den Demokratiewerkstätten wie z.B. Vereinsvertreter oder auch Flüchtlinge unterstützen die Vorbereitung des Flasmobtanzes im außerschulischen und schulischen Bereich.
Die Teilnehmer der Dance-AGs der Schule erarbeiten gemeinsam mit Flüchtlingen diesen Tanz, der schließlich als „Flashmob“ während des Erlenseer Sonntags von vielen Bürgerinnen und Bürgern aufgeführt wurde.
Zwei Tanzlehrerinnen übten den Flashmob mit allen Gruppen und Schulklassen ein. Parallel dazu organisierte eine Politiklehrerin Gesprächsrunden mit teilnehmenden Flüchtlingen im Gesellschaftslehreunterricht der Schulklassen.

 

Pfadfinder leben an der Ostsee Demokratie

Pfadfinden ist politisch- wir mischen uns ein! Dass Pfadfinden politisch ist, daran besteht kein Zweifel: Wenn bei uns zum Beispiel Kinder und Jugendliche mitbestimmen oder wenn wir uns öffentlich für Geflüchtete einseten, dann leben wir „politisches Handeln“.

Vom 29. Juli bis 9. August war der Stamm Barbarossa der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (dpsg) aus Rodenbach unterwegs, um im Zeltlager an der Ostsee das Abenteuer Pfadfinden zu erleben. Fast 50 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene realisierten auf dem Jugendzeltplatz Jomsburg, zwischen Kiel und Eckernförde, die nördlichste Pfadfinderburg Deutschlands Mitbestimmung und sorgten somit für gute Laune.

Nach dem Errichten des Zeltdorfes, mit einer Kohte, drei Jurten, einer Großjurte und einer Theaterjurte als Versammlungszelt, wurde ein Lagerrat gebildet, in dem aus jeder Altersstufe zwei Vertreter gewält wurden, die dann das Votum ihrer Gruppe in den Lagerrat trugen. Der Lagerrat kam mehrmals im Lager zusammen, wobei alle Mitglieder gleichberechtigt waren. Der Lagerrat hatte die Aufgabe, einerseits die Gestaltung des Lagerlebens mitzubestimmen, zum Beispiel das Ziel eines Ausfluges, den Speiseplan, oder die Gestaltung des Abendprogramms. Andererseits war der Rat auch der Ort, wo Probleme besprochen wurden und über Entscheidungen reflektiert wurde. Die Ergebnisse der Lagerrat-Treffen wurden dabei sowohl in die Gruppen als auch in den „großen Kreis“ vor dem Essen allen Lagerteilnehmenden mitgeteilt.

Somit wurde es den Rodenbacher Pfadfindern in den Zwölf Tagen ihres Aufenthaltes nie langweilig. Trotz durchwachsenem Wetter gab es verschiedene Aktivitäten, wie eine Lagerolympiade „Schlag den Leiter“, einen Workshoptag mit Töpfern, Lederbrendings, Boote bauen, sehr beliebt waren vorallem sich gegenseitig Henna-Tattoos machen zu lassen, Schnitzten, Halstuchknoten und Freundschaftsbändchen knoteten und vieles mehr. Z.B. auch die Schwedenstühle die für den Lagerrat extra angefertigt wurden. Der Ausflüg nach Eckernförde zur Eichhörnchen Auffangstation und die Besichtigung einer Bonbonkocherei waren eine gelungene Abwechslung.

 

2016

Geförderte Projekte aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“:

Wir in unserer 1nen Welt
Improvisation / Theater
Junge Erwachsene, teilweise mit Fluchterfahrungen, verarbeiten ihre existenziellen Erfahrungen und Wünsche nach einem guten Zusammenleben in einem Theaterprojekt. Es gilt dabei, sowohl Deutsche als auch Nichtdeutsche sowie Migranten unterschiedlicher Herkunft zu integrieren. Durch Improvisationen spielen sich die Teilnehmer frei und treten in Kommunikation mit ihrem Gegenüber. Schauspiel- und Sprachtraining werden hier vorwiegend eingesetzt.
Fördersumme: 4.380,- Euro

Organisation „Flashmob“
Für das Jahr 2016 ist vorgesehen den Aufbau der notwendigen Strukturen zur Aktivierung der Bürger*innen von Erlensee (und ggf. auch Rodenbach) vorzunehmen. Die Teilnehmer*innen, z.B. Tanz-AG’s erarbeiten gemeinsam mit Flüchtlingen einen Tanz, der in 2017 als „Flashmob“ während des Erlenseer Sonntags von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern aufgeführt werden soll.
Fördersumme: 1.400,- Euro.

Perspektivwechsel
Durch die Begegnung Jugendlicher einer 8. Klasse mit jungen Migrantinnen und Migranten sollen alle Beteiligten für die Situation des jeweils anderen sensibilisiert werden. Als Methode werden verschiedene Übungen des Improvisationstheaters eingesetzt. Es schließt sich ein Austausch im Plenum an.
Parallel dazu werden im Gesellschaftslehreunterricht der Schulklassen Gesprächsrunden mit teilnehmenden Migrantinnen und Migranten initiiert.
Die zwei Projekttage sollen paradigmatisch für weitere Aktivitäten sein.
Fördersumme: 760,- Euro

Demokratieschrank
In Rodenbach wird ein umgebauter Kühlschrank aufgestellt als „Bücherschrank“, in dem Material über unsere Demokratie verfügbar ist. Die Bürger*innen können sich hier kostenlos Informationen ausleihen und nach dem Lesen wieder zurück stellen. Hier gibt es auch Lesestoff in anderen Sprachen.
Fördersumme: 1.000,- Euro

Jugend baut für Jugend
Jugendliche aus Erlensee und Rodenbach (und teilweise darüber hinaus) bauen in Eigenverantwortung einen Bikepark mit 4 verschiedenen Schwierigkeitsstufen auf einem Grundstück, das die Stadt Erlensee zur Verfügung stellt. Es werden Rampen aus Erde, Holz und Metall aufgebaut etc. Ein Gemeinschaftserlebnis wird gefördert und die Jugendlichen erfahren, dass sie nicht abgehängt werden. Der Bikepark entwickelt sich laufend weiter, auch nach Ablauf der Förderung.
Fördersumme: 2500,- Euro aus Jugendfonds

Interntationaler Familientreff
Der Ringerclub hat auf Grund seines guten Kontaktes zu Menschen mit Migrationshintergrund sonntags eine freie Hallenzeit für integrative Projektarbeit angeboten bekommen. Am Sonntag kann man gut Familien ansprechen, die zugleich einen Bedarf an Begegnungs- und Bewegungangeboten haben und die zugleich auf Grund geringerer materieller Ressourcen auch Interesse an angemessenen sozialräumlichen Freizeitangeboten haben. Eingeladen sind Menschen aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft ebenso wie Menschen mit Migrationshintergrund und Immigranten.
Es wird versch. alters- und geschlechtsspez. Angebote geben (13.00 Uhr Frauen und Kinder; ab 15.00 Uhr für alle und gemeinsames Kaffee trinken. Während der gesamten Zeit gibt es ein Begegnungscafe, in dem es Raum für  Austausch über Kulturen, Problemstellungen etc. gibt. Es wird ein Unterstützungsnetzwerk untereinander aufgebaut wie z.B. eine gegenseitige Kinderbetreuung, beim Ausfüllen von Anträgen geholfen, gemeinsam Deutsch gelernt etc.
Fördersumme: 2300,- Euro

Fahrradwerkstatt-Team Erlensee-Rodenbach
Das Projekt steht sinnbildlich für die aufzubauende Mobilität der Menschen zwischen den beiden Projektorten des kommunalen Zusammenschlusses. Es geht darum, die Bürgerinnen und Bürger aus Rodenbach und Erlensee durch die gemeinsamen Reparaturwerkstätten und angeleitete Fahrradtouren sowie Fahrsicherheitstrainings in den kommunalen Zusammenschluss einzu-„fahren“. Ein ebensolcher Parcour „Demokratie leben“ zwischen Erlensee und Rodenbach ist intendiert. Bei dem Aufbau einer gemeinsamen Fahrradwerkstatt werden die unterschiedlichen Ausgangssituationen von Erlensee und Rodenbach berücksichtigt und stufenweise die Zusammenarbeit aller möglichen Kooperationspartner und Akteure in der Projektstruktur angelegt. Die Akteure wie z.B. Naturschutzbund, örtliche Jugendarbeit, Flüchtlinge und Seniorenwerkstätten werden die Projektstruktur und Zuständigkeiten gemeinsam entwickeln.
In Rodenbach soll eine Erstreparaturwerkstatt entstehen, in der Fahrradwerkstatt der Gesamtschule Erlensee ist eine spezifizierte Werkstatt vorhanden, dort können berufsorientierende Kurselemente stattfinden. Geplant ist, gespendete Fahrräder per Abholdienst zu besorgen, diese durchzusehen und zu reparieren. Die aufgearbeiteten Fahrräder werden dann an Bedürftige ausgegeben. Zudem können Menschen, die nur geringes Einkommen haben, ihre Fahrräder in die Werkstatt bringen, reparieren und sich handwerkliche Kenntnisse aneignen.
Fördersumme: 3420,- Euro

Cool und fair im Internet
In zwei Veranstaltungen werden engagierte Bürger*innen aus den Demokratiewerkstätten eingeladen, sich einen Überblick über die meistgenutzten Sozialen Medien zu verschaffen und dann Vorteile wie auch Nachteile und Gefahren dieser Medien heraus zu arbeiten. Es werden verschiedene Eskalationsformen von Diskriminierungen und Verunglimpfungen aufgezeigt und anhand eigener Erfahrungen der Teilnehmer*innen reflektiert.
Fördersumme: 540,- Euro

Computernester
Es wird eine Projektgruppe gegründet, die gebrauchte  Computer besorgt/aufbereitet und versch. Internet-/ Computerstationen einrichtet. Die Idee ist in der Flüchtlingshilfe Erlensee entstanden, in der der  Projektleiter seit 1 1/2 Jahren versucht gebrauchte Computer für Menschen zu organisieren, die auf Grund geringer Ressourcen keinen Zugang zu einem Computer und damit verbundenen adäquaten Bildungspools haben. Der Projektleiter gibt Kurse zum fairen und sensiblen Umgang im Internet und koordiniert das Zustandekommen dieses Projektes.
Ziel des Projektes ist es Menschen zu versch. Lernthemen, Aktions- und Interessengruppen einzuladen – unabhängig von bisherigen Computervorkenntnissen oder -erfahrungen.
Es ist an Orte wie an das Integrationsprojekt für Frauen (Familienschule International), das Familienzentrum, an Jugend- und Flüchtlingstreff (u.a. für unbegleitete Jugendliche), an die Stadtbücherei und an Sammelunterkünfte gedacht. Die jeweiligen Einrichtungen stellen, soweit möglich, die Internetzugänge zur Verfügung. Als Ausweichmöglichkeit werden für Internetkurse mobile Stationen mit Internetsticks genutzt.
Bei den Internetcafe- und Computerstationen wollen wir gerade auch die Menschen einbeziehen, die keinen Zugang zum Computer haben, aber selber eine EDV-Grundbildung besitzen und anhand ihres Wissens zu  soz. Multiplikator*innen im sozialen Netzwerk beauftragt werden. Eine Sensibilisierung im Umgang mit soz. Medien wird in sog. Netzwerk-Nestern gefördert und ein Netzwerk-Knigge handlungsanleitend.
Fördersumme: 6500,- Euro