Gute Stimmung auf dem Römerspielplatz

 

Nicht nur das gute Wetter lockte viele Familien und Anwohner zum Herbstfest auf den Römerspielplatz der Stadt Erlensee. Sie wollten schauen, was es dort Neues gibt.

Denn seit August dieses Jahres arbeitet Alexandra Ihrig als Gemeinwesenarbeiterin am Römerspielplatz und hat in der kurzen Zeit schon Einiges bewegt. Neben kleinen Verschönerungsmaßnahmen, gemeinsam mit engagierten Anwohnern, konnte sie Klaus Usinger, Lehrer der Georg-Büchner-Schule mit seinen Schülern des Wahlpflichtunterrichts dazu gewinnen, sich aktiv an der Neu- und Umgestaltung einzelner Bereiche auf dem Spielplatz zu beteiligen. Auch die Stadt Erlensee unterstützt die Gemeinwesenarbeit, in dem sie sich zum Beispiel an der Anmietung von neuen Containern beteiligt hat. In wenigen Wochen werden hier ansprechende Räume zur Verfügung stehen, in denen Alexandra Ihrig ihr Büro und einen gemütlichen Besprechungsraum beziehen wird.

Auch zahlreiche Mandatsträger der Stadt waren daher zum Fest erschienen, um sich persönlich von den ersten Fortschritten zu überzeugen. Erste Stadträtin Birgit Behr eröffnete stellvertretend für Bürgermeister Stefan Erb die Veranstaltung und zeigte sich begeistert von den vielen Gästen, die erschienen waren und es sich bei Kaffee, Kuchen und vielen internationalen Leckereien gut gehen ließen. Anita Losch, erste Vorsitzende des Bürgervereins Soziales Erlensees, e.V., Projektträger des Förderprogramms Gemeinwesenarbeit, ließ es sich nicht nehmen, die neue Mitarbeiterin des Vereins Alexandra Ihrig persönlich vorzustellen. Anhand des Beifalls der Festbesucher konnte man deutlich spüren, dass Alexandra Ihrig bereits „voll angekommen und angenommen“ ist auf dem Römerspielplatz und dessen Anwohnern.

Die Sängerin Melanie Terres trug im Anschluss an den offiziellen Teil mit ihren wunderschönen Liedern, in denen sie in der Sprache der Sinti ihre ungarisch-tschechischen Wurzeln besingt, zur guten Stimmung bei.

So verbrachte man gemeinsam einen schönen Herbstnachmittag und nutzte hierbei auch die Gelegenheit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und weitere gemeinsame Aktionen auf dem Römerspielplatz zu planen.

Für Rückfragen steht Alexandra Ihrig unter ihrig@buergerverein-erlensee.de oder 01575-1643144 zur Verfügung.

Träger des Gemeinwesenprojektes ist der Bürgerverein Soziales Erlensee. Das Herbstfest wurde in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie in Erlensee und Rodenbach durchgeführt, die vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird.

Gesprächskonzert gegen Antisemitismus und Extremismus


Aktuell werden im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Bundesprogramms „Demokratie leben!“ verschiedene Aktionsprojekte gegen Antisemitismus und Extremismus durchgeführt.
Unter der Federführung der Jüdisch Chassidische Kultusgemeinde Breslev Deutschland – Israel bzw. dem Jüdischen Zentrum für Menschlichkeit und Toleranz e.V. haben der Rabbiner David Kraus und Niko Deeg eine Veranstaltungsreihe gegen Extremismus und Antisemitismus eröffnet. Mit einem Infoabend haben Beide in Erlensee über neue jüdische Initiativen in der Region berichtet.
Mit der Partnerschaft „Demokratie leben – Erlensee/ Rodenbach“ und der Stadt Hanau haben die Initiatoren ein Sprachkonzert im Amphitheater organisiert. Innerhalb von nur 3 Wochen wurde ein Hiphop-Dialog- Konzert gegen Rassismus und Antisemitismus organisiert, zu dem auch andere Religionsgemeinschaften bzw. Kirchen und über 1400 Schüler und Schülerinnen aus Hanau und dem Landkreis gewonnen werden konnten. Über die Schulen eingeladen, füllte sich das Konzerttheater bis zum letzten Platz und die Spannung stieg, welche Künstler tatsächlich zu diesem Benefizkonzert kommen würden? Die 1. Stadträtin der Stadt Erlensee, Birgit Behr, war begeistert von der Stimmung im voll besetzten Amphitheater, applaudierten die Jugendlichen schon bei der Begrüßung der Moderatoren, als diese sagten „ wir sind Niko und David und Juden“. Zielsetzung des Projektes war eine kritische Auseinandersetzung mit rassistischen und antisemitischen Grundhaltungen. Positiv aufgegriffen wurden dabei politisch engagierte Ausdrucksweisen der modernen Popkultur durch namhafte bekannte Künstler, die mit den Jugendlichen ins Gespräch über Diskriminierung im Alltag gingen. Die Mischung der vertretenen Künstler bot hierzu eine breite Themenpalette an. Es traten z.B. Künstler wie Animus, Maio Sinto, Niko Uhl oder Wassim Esber auf, die sich selbst als „Zigeuner“, Dunkelhäutiger, Behinderter, Geflüchtete bezeichneten. Jeder der Künstler berichtete über eigene Diskriminierungserfahrungen hierzulande und stellte einen Song oder Hiphop-Tanz vor, in dem er eine persönliche Message zum Thema Menschlichkeit und Toleranz zum Ausdruck brachte. Die Veranstaltung wurde noch zusätzlich zu einer Dialogveranstaltung, da die Jugendlichen Statements und Fragen an die Künstler über deren Rassismuserfahrungen und ihr Engagement stellten konnten. Spontan trat auch eine Schülerin der Georg-Büchner-Schule Erlensee auf, die einen selbst geschriebenen Song präsentierte. Ein zweiter mutiger Schüler aus der Beruflichen Schule Gelnhausen präsentierte ebenfalls einen Rap. Durch viele Fragen und einem gerecht verteilten Beifall für jeden Künstler wurde ein großes Maß an gelebter Toleranz unter den Jugendlichen spürbar. Der Charakter der Veranstaltung und das Gros der Jugendlichen ermutigten zu einem gesellschaftlichen Miteinander, in dem Toleranz und Vielfalt die tragenden Größen sind. Die Organisatoren fühlen sich schon jetzt ermutigt eine Folgeveranstaltung im nächsten Jahr vorzubereiten

Veranstaltungssreihe gegen Antisemitismus

 

Auch dieses Jahr erinnern wir uns an die Schicksalsschläge des 9. Novembers, so die Jugendreporter/-innen .
An diesem Datum ist 1989 nicht nur die Mauer gefallen, was das Ende der DDR hieß, es war 1938 auch ein wichtiges Datum während des Nationalsozialismus. Heute jährt sich die 80. Reichsprogrammnacht. Die Terrorakte unter Hitlers Kommando gegen die Juden wurden so verstärkt, dass Synagogen brannten und die jüd. Mitbewohner Enteignungen erfuhren bzw. ihr Leben in Gefahr geriet. Deshalb erinnern wir uns jedes Jahr am 9.11. daran, dass dies Bestandteil unserer Geschichte ist und unsere Verantwortung wächst heute gegen jede Diskriminierung vorzugehen.

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