Projektübersicht

2016

Geförderte Projekte aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“:

Wir in unserer 1nen Welt
Improvisation / Theater
Junge Erwachsene, teilweise mit Fluchterfahrungen, verarbeiten ihre existenziellen Erfahrungen und Wünsche nach einem guten Zusammenleben in einem Theaterprojekt. Es gilt dabei, sowohl Deutsche als auch Nichtdeutsche sowie Migranten unterschiedlicher Herkunft zu integrieren. Durch Improvisationen spielen sich die Teilnehmer frei und treten in Kommunikation mit ihrem Gegenüber. Schauspiel- und Sprachtraining werden hier vorwiegend eingesetzt.
Fördersumme: 4.380,- Euro

Organisation „Flashmob“
Für das Jahr 2016 ist vorgesehen den Aufbau der notwendigen Strukturen zur Aktivierung der Bürger*innen von Erlensee (und ggf. auch Rodenbach) vorzunehmen. Die Teilnehmer*innen, z.B. Tanz-AG’s erarbeiten gemeinsam mit Flüchtlingen einen Tanz, der in 2017 als „Flashmob“ während des Erlenseer Sonntags von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern aufgeführt werden soll.
Fördersumme: 1.400,- Euro.

Perspektivwechsel
Durch die Begegnung Jugendlicher einer 8. Klasse mit jungen Migrantinnen und Migranten sollen alle Beteiligten für die Situation des jeweils anderen sensibilisiert werden. Als Methode werden verschiedene Übungen des Improvisationstheaters eingesetzt. Es schließt sich ein Austausch im Plenum an.
Parallel dazu werden im Gesellschaftslehreunterricht der Schulklassen Gesprächsrunden mit teilnehmenden Migrantinnen und Migranten initiiert.
Die zwei Projekttage sollen paradigmatisch für weitere Aktivitäten sein.
Fördersumme: 760,- Euro

Demokratieschrank
In Rodenbach wird ein umgebauter Kühlschrank aufgestellt als „Bücherschrank“, in dem Material über unsere Demokratie verfügbar ist. Die Bürger*innen können sich hier kostenlos Informationen ausleihen und nach dem Lesen wieder zurück stellen. Hier gibt es auch Lesestoff in anderen Sprachen.
Fördersumme: 1.000,- Euro

Jugend baut für Jugend
Jugendliche aus Erlensee und Rodenbach (und teilweise darüber hinaus) bauen in Eigenverantwortung einen Bikepark mit 4 verschiedenen Schwierigkeitsstufen auf einem Grundstück, das die Stadt Erlensee zur Verfügung stellt. Es werden Rampen aus Erde, Holz und Metall aufgebaut etc. Ein Gemeinschaftserlebnis wird gefördert und die Jugendlichen erfahren, dass sie nicht abgehängt werden. Der Bikepark entwickelt sich laufend weiter, auch nach Ablauf der Förderung.
Fördersumme: 2500,- Euro aus Jugendfonds

Interntationaler Familientreff
Der Ringerclub hat auf Grund seines guten Kontaktes zu Menschen mit Migrationshintergrund sonntags eine freie Hallenzeit für integrative Projektarbeit angeboten bekommen. Am Sonntag kann man gut Familien ansprechen, die zugleich einen Bedarf an Begegnungs- und Bewegungangeboten haben und die zugleich auf Grund geringerer materieller Ressourcen auch Interesse an angemessenen sozialräumlichen Freizeitangeboten haben. Eingeladen sind Menschen aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft ebenso wie Menschen mit Migrationshintergrund und Immigranten.
Es wird versch. alters- und geschlechtsspez. Angebote geben (13.00 Uhr Frauen und Kinder; ab 15.00 Uhr für alle und gemeinsames Kaffee trinken. Während der gesamten Zeit gibt es ein Begegnungscafe, in dem es Raum für  Austausch über Kulturen, Problemstellungen etc. gibt. Es wird ein Unterstützungsnetzwerk untereinander aufgebaut wie z.B. eine gegenseitige Kinderbetreuung, beim Ausfüllen von Anträgen geholfen, gemeinsam Deutsch gelernt etc.
Fördersumme: 2300,- Euro

Fahrradwerkstatt-Team Erlensee-Rodenbach
Das Projekt steht sinnbildlich für die aufzubauende Mobilität der Menschen zwischen den beiden Projektorten des kommunalen Zusammenschlusses. Es geht darum, die Bürgerinnen und Bürger aus Rodenbach und Erlensee durch die gemeinsamen Reparaturwerkstätten und angeleitete Fahrradtouren sowie Fahrsicherheitstrainings in den kommunalen Zusammenschluss einzu-„fahren“. Ein ebensolcher Parcour „Demokratie leben“ zwischen Erlensee und Rodenbach ist intendiert. Bei dem Aufbau einer gemeinsamen Fahrradwerkstatt werden die unterschiedlichen Ausgangssituationen von Erlensee und Rodenbach berücksichtigt und stufenweise die Zusammenarbeit aller möglichen Kooperationspartner und Akteure in der Projektstruktur angelegt. Die Akteure wie z.B. Naturschutzbund, örtliche Jugendarbeit, Flüchtlinge und Seniorenwerkstätten werden die Projektstruktur und Zuständigkeiten gemeinsam entwickeln.
In Rodenbach soll eine Erstreparaturwerkstatt entstehen, in der Fahrradwerkstatt der Gesamtschule Erlensee ist eine spezifizierte Werkstatt vorhanden, dort können berufsorientierende Kurselemente stattfinden. Geplant ist, gespendete Fahrräder per Abholdienst zu besorgen, diese durchzusehen und zu reparieren. Die aufgearbeiteten Fahrräder werden dann an Bedürftige ausgegeben. Zudem können Menschen, die nur geringes Einkommen haben, ihre Fahrräder in die Werkstatt bringen, reparieren und sich handwerkliche Kenntnisse aneignen.
Fördersumme: 3420,- Euro

Cool und fair im Internet
In zwei Veranstaltungen werden engagierte Bürger*innen aus den Demokratiewerkstätten eingeladen, sich einen Überblick über die meistgenutzten Sozialen Medien zu verschaffen und dann Vorteile wie auch Nachteile und Gefahren dieser Medien heraus zu arbeiten. Es werden verschiedene Eskalationsformen von Diskriminierungen und Verunglimpfungen aufgezeigt und anhand eigener Erfahrungen der Teilnehmer*innen reflektiert.
Fördersumme: 540,- Euro

Computernester
Es wird eine Projektgruppe gegründet, die gebrauchte  Computer besorgt/aufbereitet und versch. Internet-/ Computerstationen einrichtet. Die Idee ist in der Flüchtlingshilfe Erlensee entstanden, in der der  Projektleiter seit 1 1/2 Jahren versucht gebrauchte Computer für Menschen zu organisieren, die auf Grund geringer Ressourcen keinen Zugang zu einem Computer und damit verbundenen adäquaten Bildungspools haben. Der Projektleiter gibt Kurse zum fairen und sensiblen Umgang im Internet und koordiniert das Zustandekommen dieses Projektes.
Ziel des Projektes ist es Menschen zu versch. Lernthemen, Aktions- und Interessengruppen einzuladen – unabhängig von bisherigen Computervorkenntnissen oder -erfahrungen.
Es ist an Orte wie an das Integrationsprojekt für Frauen (Familienschule International), das Familienzentrum, an Jugend- und Flüchtlingstreff (u.a. für unbegleitete Jugendliche), an die Stadtbücherei und an Sammelunterkünfte gedacht. Die jeweiligen Einrichtungen stellen, soweit möglich, die Internetzugänge zur Verfügung. Als Ausweichmöglichkeit werden für Internetkurse mobile Stationen mit Internetsticks genutzt.
Bei den Internetcafe- und Computerstationen wollen wir gerade auch die Menschen einbeziehen, die keinen Zugang zum Computer haben, aber selber eine EDV-Grundbildung besitzen und anhand ihres Wissens zu  soz. Multiplikator*innen im sozialen Netzwerk beauftragt werden. Eine Sensibilisierung im Umgang mit soz. Medien wird in sog. Netzwerk-Nestern gefördert und ein Netzwerk-Knigge handlungsanleitend.
Fördersumme: 6500,- Euro